Reviews
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The Quilt
"Guilty 'til proven innocent!", tönt es in der Sing-Sang-Hook des Openers. Klar ist: Das wird eine schwierige Gerichtsverhandlung, denn die Beweislage ist hochkomplex. Die Angeklagten machen aus dieser Tatsache auch kein Geheimnis: "The Quilt" ist eine kunterbunte Steppdecke, kunstvoll zusammengeflickt aus Rap, Rock, Ska, Reggae und Synthie-Pop. Eben das macht eine zweifelsfreie Urteilsfindung so schwer: Schuldig aufgrund mangelnder Stil-Prägnanz? Freispruch, weil Genre-Konventionen überwindend?
Dass die Jungs um Rapper/Sänger Travis McCoy ihr Stilmix-Handwerk nach nunmehr elf Jahren einwandfrei beherrschen, steht allerdings fest. Das gesamte Album wirkt trotz seiner Patchwork-Ästhetik niemals überladen und konterkariert sich an keiner Stelle selbst. Man nimmt den Jungs jeden einzelnen Track ab, egal welcher Couleur. Weiterlesen.
As Cruel As School Children
Schon die Aufmachung des Booklets lässt erahnen, dass hier eine Band am Start ist, die voll auf den Spaßfaktor setzt. In der Tat nehmen die Gym Class Heroes auf "As Cruel As School Children" sich und so ziemlich alles auf die leichte Schulter bzw. auf die Schippe. Gerade Frontman Travis McCoy thematisiert seine Annäherungsversuche dem anderen Geschlecht gegenüber auf vielfältige und recht amüsante Weise.
Bei "New Friend Request" stellt er sich als Internetnerd dar, der, von seiner Anziehungskraft derart überzeugt, auch nach Wochen des erfolglosen Werbens über das WWW immer noch nicht begreift, dass die Angebetete kein Interesse zeigt. In den Skits gibt er den besoffenen Bardeppen; der Wortwitz und der lässige Stil amerikanischer College Kids sind allgegenwärtig. Weiterlesen.
